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Kasualie Tod und Sterben

Den Sterbenden begleiten

Es ist eine große Erleichterung für den Sterbenden zu spüren, dass Menschen für ihn da sind und ihn auf seinem letzten Weg begleiten. Begleiten meint, sich auf den Patienten einzulassen, ihn in seiner Angst zu verstehen und seine Gefühle zu respektieren, ohne ihn zu verurteilen. Jeder Mensch geht im Angesicht des Todes seinen ganz eigenen Weg. So wie er sein Leben lang seinen eigenen Weg gegangen ist. Dabei gibt es kein „richtiges“ oder „gutes“ Sterben.

Hilfreich sind Offenheit für Gespräche, Zuhören-Können und das Erspüren des „richtigen Zeitpunktes“, in dem der todkranke Patient über seine Gefühle, das was ihm gerade wichtig ist (auch wenn es augenscheinlich gar nichts mit Sterben zu tun hat), sein Sterben oder z.B. ganz praktisch über die Organisation seines Nachlasses reden will und kann. Das bedeutet auch, aufmerksam zu sein und zu akzeptieren, wenn er sich schützen muss, weil die Bedrohung des Todes für ihn zu groß wird, oder wenn er nicht über Tod und Sterben reden will, sondern über das, was ihn zur Zeit bewegt und ihn noch am Leben hält.

Viele Außenstehende sind verunsichert, wie sie dem Sterbenden gegenüber mit der „Wahrheit“ umgehen sollen. Ehrlichkeit ist notwendig und schafft Vertrauen. Es muss aber nicht alles gesagt werden. Der Sterbende verkraftet meist nur das, was er selbst erfragt. Seine Schutz- oder Abwehrmechanismen – z.B. Ausweichen, Verleugnen, scheinbare emotionale Nichtbetroffenheit – sollten immer respektiert werden.

Einfühlungsvermögen, Verständnis und das Vermitteln menschlicher Geborgenheit schaffen die Voraussetzungen dafür, dass sich der Sterbende offen mit seinem Tod auseinandersetzen und Abschied nehmen kann. Dazu gehört das Durchleben und der Ausdruck tiefer Gefühle. Manchmal entlastet auch das Ausdrücken „negativer“ Gefühle den Betroffenen. Lassen Sie auch dafür Platz. Wenn es Ihnen schwer fällt, sorgen Sie auch für Ihre eigene Entlastung. So helfen Sie ihm bei der Bewältigung seiner schwierigen Situation. Ein Klima der Offenheit hilft dem Patienten auch, die oft vorhandenen Empfindungen von Schuld (z.B. durch ein früheres Fehlverhalten, noch schwelende Konflikte) zuzulassen und sich vor seinem Tod noch auszusöhnen.

Für manche Patienten ist es wichtig, deutlich zu machen, dass sie den drohenden Tod nicht annehmen wollen, ihn nicht für angemessen halten und „unter Protest“ sterben. Auch dies darf sein; es ist nicht Ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass der Betroffene sich mit seinem Sterben versöhnt.

Spirituelle und religiöse Themen rücken in der letzten Lebensphase häufig stärker in den Vordergrund. Viele Patienten erfahren z.B. durch eine seelsorgerische Betreuung wertvolle Orientierung und seelische Entlastung. Die meisten Patienten haben Angst davor, Schmerzen aushalten und leiden zu müssen. Ganz wichtig ist deshalb die Organisation einer guten medizinischen und pflegerischen Betreuung, die dem Sterbenden die ihn überwältigende Angst nimmt und ihn beruhigt.

Patienten, die an der Schwelle des Sterbens sind, denken häufig nicht in einer geordneten Abfolge. Sie können z.B. ihre Angelegenheiten regeln, sich von ihren Lieben verabschieden und gleichzeitig die nächste Urlaubsreise planen oder von der bevorstehenden Genesung sprechen. Lassen Sie Ihrem Gegenüber Platz, sich in seiner inneren Welt ein Gleichgewicht zu schaffen, das ihn seine Situation als erträglich erleben lässt.

In der Endphase des Lebens verengt sich das Interesse des Sterbenden häufig zunehmend. Er ist schwach, oft müde und sucht Ruhe. Die Probleme der Außenwelt interessieren ihn nicht mehr. „Schweigsame“ Nähe, körperliche Berührung (entsprechend der Intimität der Beziehung), das Mit-Aushalten und schließlich das Loslassen sind wertvolle Zeichen menschlicher Begegnung mit dem Sterbenden.
Quelle: www.krebsgesellschaft.de

Wer entscheidet, wie ein verstorbener Angehöriger bestattet wird?

Oft äußern Menschen Wünsche hinsichtlich ihrer Beerdigung. Diese Wünsche sollten nach Möglichkeit auch respektiert werden. Wenn die Bestattungsform im Testament erwähnt ist, müssen Sie sich als Angehörige daran halten. Wenn keine Wünsche geäußert wurden, entscheiden die nächsten Verwandten. Sprechen Sie mit der Pastorin, dem Pastor oder dem Bestatter hinsichtlich der Liedauswahl und der Möglichkeit besonderer Formen der Bestattung.


Kann jemand, der nicht in der Kirche war, kirchlich beerdigt werden?

Wer aus der Kirche austritt, erklärt damit, dass er auf eine kirchliche Trauerfeier verzichtet. Stattdessen kann ein Redner eine Trauerfeier durchführen. Die Kosten für den Redner müssen Sie selbst bezahlen, und die Bestattung gilt dann nicht als kirchliche Bestattung. Wenn Sie als Angehörige Trost suchen, können Sie sich selbstverständlich an Ihren Pastor / Ihre Pastorin wenden.


Gibt es eine Ökumenische Bestattung?

Nein. Eine Bestattung erfolgt in der Regel in der eigenen Konfession. Ausnahmen müssen mit dem zuständigen Pfarramt abgesprochen werden.
Kann jemand, der Selbstmord begangen hat, kirchlich bestattet werden?

Ja, ein Selbstmord ist kein Hinderungsgrund mehr für eine kirchliche Bestattung.


Was ist eine Aussegnung?

Nach der alten Tradition wurde von dem Verstorbenen im Haus Abschied genommen. In vielen Dörfern gibt es diese Tradition der Aussegnung des Verstorbenen im Wohnhaus noch immer. Fragen Sie in Ihrer Gemeinde um Rat und äußern Sie Ihre Wünsche.



Kann ich auf einem Friedhof meiner Wahl bestattet werden?

Mit der Kirche gibt es dabei keine Probleme. Es liegt eher an den Ordnungen der örtlichen Friedhofsverwaltungen, ob sie eine Bestattung Auswärtiger zulässt.


Was kostet eine Beerdigung?

Neben den Kosten für Sarg, Grab und Kränze können noch Gebühren für die Nutzung der Friedhofskapelle und Gemeinderaum hinzukommen. Für die Gemeinden Bockenau und Burgsponheim wenden sie sich bitte an die Ortsgemeinden. Für Sponheim bitte an Herrn Bernd Schreiner Fiehofsverwaltung.



Muss bei einer Trauerfeier unbedingt gesungen werden?

Natürlich kann man auf Lieder bei der Trauerfeier verzichten. Aber bedenken Sie, der Gesang kann hilfreich sein und Ihnen in Ihrem Schmerz Trost spenden. Auch wenn Sie selbst nicht singen wollen oder können gibt es meist Menschen im Trauergottesdienst, die mitsingen. Eine Alternative ist, neben dem Gesang ein oder zwei Instrumentalstücke spielen zu lassen.

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